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VorsÀtze 2008
Ich sag` Euch, wenn das nĂ€chste Jahr so kurz ist, wie das letzte war, dann mĂŒssen wir uns sehr beeilen, um diese Zeit gut einzuteilen.
ZunÀchst mal rÀum ich alles auf, was sich im letzten Jahreslauf so alles bei mir angehÀuft und meinen Tatendrang ersÀuft.
Hab` ich das erst einmal getan, dann fange ich zu schreiben an an jeden, dem ich schreiben sollte und das bisher nur immer wollte.
Dazu noch Dinge, die ich stetig so vor mir her schob (als nicht nötig). Die wohl als Einzelposten wĂŒrden nur Kleinkram sein, und keine HĂŒrden.
Jawohl â ich nehm` mir, wie zuvor, zum Jahrbeginn den Vorsatz vor, in diesem Jahr nichts aufzuschieben. Wirdâs den KaptĂ€n am Endâ betrĂŒben ?
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Gezeichnet
Das Leben zeichnet das Gesicht, das Bild gefĂ€llt so manchem nicht. Mit Farbe, Botox und Skalpell wirdâs Orginal zum Orginell. (Das Orginal wurde zur FĂ€lschung, fĂŒr ihn und andre eine TĂ€uschung).
Zum Fasching und zum Karneval darf man sich wandeln allemal. Dann zeigt man, wer man gerne werde auf dieser wunderschönen Erde.
Dem KapitĂ€n fĂ€llt dazu ein: Lassâ dein Gesicht dein eignes sein. Denk daran, dass es besser ist, wenn du vom Leben statt vom Tod gezeichnet bist.
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Im Wettbewerb
Der Ortsbeirat, er hat getagt und hat auf Anraten gewagt, den Ort zum Wettbewerb zu melden. So werden wir vielleicht zu Helden.
Zu âUnser Dorf, das Zukunft hatâ sind wir gemeldet, in der Tat und sind somit zum vierten Mal im Wettbewerb âREGIONALâ.
Nun mĂŒssen wir uns prĂ€parieren, wir wollen uns ja nicht blamieren. Sieht man es recht, leben wir prĂ€chtig, denn unser Dorf ist zukunftstrĂ€chtig.
Was den KaptĂ€n bedenklich stimmt, ist, dass man wenig Anteil nimmt an dem, was am Entstehen ist. Mehr Teilnehmer wĂŒrden begrĂŒĂt.
Jetzt krempeln wir die Ărmel hoch, es strengt zwar an, mach SpaĂ jedoch.
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Kurs halten!
Mir schmeckt was nicht im Hessenlande! Die Landtagswahl verlief im Sande! Der Kahn sitzt fest! Voll aufgefahren, weil alle sich als Sieger sahen.
Ein Schiff mit mehreren KaptĂ€nen wird stranden â und dann gibt es TrĂ€nen. Vorm Seeamt heiĂt es schlieĂlich dann: âDer andere ist Schuld daran!â
Ein Mensch, der eine Kreuzfahrt bucht, hat das Programm sich ausgesucht. Er glaubt fest dran, die Reederei bleibt auch bei Wind und Sturm dabei. (So ging es auch dem WĂ€hler, doch das war wohl ein Fehler).
Geht X mit Y und Z gemeinsam ins Regierungsbett, gibtâs kurzfristig `nen flotten Dreier, vernĂŒnftiger wĂ€re ein Zweier.
Am besten aber wĂŒrdâ es gehân, machtâs Einer - dafĂŒr souverĂ€n. Ein Koch an Bord kann niemals schaden, weiĂ der KaptĂ€n aus Fahrens-Tagen.
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Maienwunsch
Ach, wie sehnt man doch den Mai ĂŒber lange Zeit herbei. Ist der Zeitpunkt endlich da, wird auch das Versprechen wahr: Alles neu macht der Mai, ganz egal, wie kalt er sei.
Ja, der FrĂŒhling lieĂ uns warten ! Wie dringend mĂŒĂtâ ich in den Garten. Kurz bevor die Sonne drĂ€ngt, hab ich dann mein Kreuz verrenkt. Fremde Hilfe muss herbei, ganz egal, wer das auch sei.
Wen â so denk ich â kann ich fragen, ohne ihn dabei zu plagen ? Ich könnte einfach Zeit gewinnen, lieĂe Petrus Regen rinnen. Macht er den Mai nur kĂŒhl und nass, fĂŒllt das (laut Sprichwort) Scheunâ und Fass.
Wem dieser fromme Wunsch nicht passt, helfâ dem KaptĂ€n, ganz ohne Hast. Er renke ihm sein Kreuze ein, dafĂŒr wird er sehr dankbar sein.
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Schummeln
Ein Mensch, der in der Schule schummelt und bei der Arbeit hÀufig bummelt, ist allen von uns gut bekannt, den gibt es wohl in jedem Land.
Jedoch, wenn ein Ostfriese âschummeltâ, er seine Zeit nicht faul verbummelt. Das Schummeln heiĂt dort âSaubermachenâ. Manchâ Hausfrau wird dabei zum Drachen.
Und auch beim Putztag von Hofgeismar da wurde letztlich jedem Greis klar: Ganz einsatzwillig waren alle, gelohnt hat sichâs in jedem Falle.
Den Dreck, den Abfall in den Ecken, die Schachteln, Dosen unter Hecken, die wurden mutig angepackt und dann geschwinde eingesackt.
Das ist ganz lobenswert und schön, doch besser wĂ€râs, meint der KaptĂ€n, der Dreck lĂ€ge erst gar nicht da. Das schafft man mit Erziehung! Klar?
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Schaf (mechanisch)
Haben Sie es schon gesehen, dieses Krabbeltier zum MĂ€hen? Niemand muss es mehr bewachen, es kann alles selber machen.
Es fĂŒhlt, ob sich das MĂ€hen lohnt, weiĂ wo es ist und wo es wohnt, wo es schon war, wohin `s noch muss und geht zum Futtertrog am Schluss.
Dann wieder ĂŒber viele Stunden zieht es die Bahn, dreht es die Runden, und wird bestaunt am Zaun von denen, die so ein Dingsbums erstmals sehen.
Bei Udo Bunzenthal in HĂŒmme, da wirkt das Ding in seinem Sinne. Doch weh`, es kommt ein groĂer Hund, der friĂt das Ding per Schnauz` und Schlund.
Der KapitÀn ist fasziniert, wie Fortschritt hier am Ort passiert.
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Wettbewerb 2008
Eine Kommission wird kommen und sich unser Dorf besehân. lasst uns beten mit den Frommen: âHerrgott, mach das Wetter schön!â
Lasst uns zeigen, was wir haben, denn es ist wohl zeigenswert, die natĂŒrlich schönen Gaben und was sonst noch ward beschert.
Von Vereinen, von VerbĂ€nden angezettelt â durchgefĂŒhrt, wird mit Hirnschmalz und mit HĂ€nden viel erreicht, was man auch spĂŒrt.
Lasst Euch sehân, wenn sie uns sichten, es lohnt sich schon ein bisschen SchweiĂ. SpĂ€ter wollen wir berichten: âUnser Dorf erhielt den Preis!â
Den Wunsch hat nicht nur der KaptÀn. Macht alle mit, das wÀre schön !
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Staketenzaun
Formuliert man zugespitzt, ist alles gut, was allen nĂŒtzt. Allen aber recht getan ist das - jedoch â was keiner kann.
Aber vieles kann man schon. Anstatt klotzen mit Beton, Carports ganz aus Holz zu bauen, ist doch schöner anzuschauen.
Das geschah am Entenweg, freut das Aug` und dient dem Zweck. Anderswo baut man `nen Zaun (kaum mag man seinen Augen trau`n) der ist aus Eisen, formgeschwungen zwischen PfÀhlen eingezwungen.
Alle MĂŒh`, StaketenzĂ€une in die lĂ€ndlich schönen RĂ€ume wieder langsam einzufĂŒhren, tat der Bauherr ignorieren.
Hofgeismar hat als Stadt kapiert, dass so ein Lattenzaun sehr ziert. Am Bahnhof kann man das jetzt seh`n. âVielen Dankâ sagt der KaptĂ€n.
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BĂŒrgermeisterwahl
Nun bleibt er, unser BĂŒrgermeister! Die Mehrheit hat das so gewollt. Heinrich Sattler - Henner heiĂt er â ihm wurde der Respekt gezollt. (Respekt der Gegenkandidatin, die antrat als Parteisoldatin).
Erfahrung hat er und FortĂŒne, sehr gut fĂŒr uns, sehr gut fĂŒr ihn. Nun mĂŒssen wir ihn unterstĂŒtzen, gemeinsam uns`re KrĂ€fte nĂŒtzen, damit aus dem, was anvisiert, was Gutes und was Schönes wird.
Das soll nicht heiĂen, blind zu folgen was Henner ausgebrĂŒtet hat: Bedenken muss man auch die Folgen einer Entwicklung nach dem Start. Doch ist Vertrauen stets vonnöten, sonst geht die Kraft beim Anlauf flöten.
GlĂŒck auf! Bleib immer auf der Spur und halte die Versprechen. Schone uns und die Natur, sie tĂ€ten sich sonst rĂ€chen. Bleib bĂŒrgernah und Hochmut fern, dann haben dich die meisten gern.
Der KapitĂ€n wird sich bemĂŒh`n mit dir an einem Strang zu zieh`n.
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Novembergedanken
Das Jahr geht hin, es hat gegeben, was Jahreszeit und Arbeit lieĂ. Wir sind auch glĂŒcklich noch am leben, wenngleich der Wind von vorne blies.
O Herr, wir danken fĂŒr die Ernte, und was Du uns bescheret hast. FĂŒr Menschen, die ich kennen lernte, und die ich gerne habâ als Gast.
Bewahrâ mich weiter vor den Leuten, die ihre Meinung ungefragt heraus posaunen, sogar deuten, was bisher niemand hat gesagt.
Gib meinem Geist Beweglichkeit und hĂŒte meine Stimme. Begrenze meine Eitelkeit und schĂ€rfe meine Sinne.
Mach mich nicht Àngstlich vor dem Sterben, gib mir bis dahin reichlich Zeit. Erhalte mir gesunde Erben, verbiete ihnen jeden Streit.
Der Toten sei gedacht mit WĂŒrde, auch MitgefĂŒhl im Trauerfall. Der KapitĂ€n erkennt die HĂŒrde: âSehr leicht kommt Hochmut vor den Fall.â
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Die Weihnachtsbotschaft
Die frohe Botschaft wird geboten vom Herrn und von den Himmelsboten. Der sollten wir getrost vertrauen und mutig in die Zukunft schauen.
Die frohe Botschaft :â Hier auf Erden soll Wohlgefall`n und Friede werden!â Das ist Hernieden ĂŒberall (wie Ihr ja wiĂt) noch nicht der Fall.
âSoll werdenâ heiĂt ja auch nicht, jetzt sei dieser Zustand durchgesetzt, der wohlgefĂ€llt und friedlich ist, darum wird er auch noch vermisst.
Doch habt Geduld, denn irgendwann fÀngt einmal Euer Friede an. Versöhnt mit Gott und mit der Welt wird das dann plötzlich festgestellt.
Der KĂ€pten meint, zur Weihnachtszeit steht die Gelegenheit bereit.
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