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Zum Neuen Jahr Der Kapitän im Januar
Erst vor kurzem habe ich einen Vers geschrieben – wieder mal zum Neuen Jahr! – Wo ist es nur geblieben?
Erst vor kurzem plante ich, was über’s Jahr ich wollte. Über’s Jahr dann zeigte sich, was nicht gelingen sollte.
Erst im Dezember fiel mir auf, zu viel wollt‘ ich bezwingen. Alles kann in einem Jahr jedoch nicht gleich gelingen.
Jetzt, im Jenner, plane ich, was ich dies Jahr wohl mache. Ohne Ziele geht es nicht, das ist `ne klare Sache.
Der Kapitän wünscht, jener Plan den Ihr habt, mög‘ gelingen. Doch denkt daran, eh Ihr Euch plagt, das Glück lässt sich nicht zwingen.
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Es war einmal Der Kapitän im Mai
Es war einmal `ne Augenweide, ging man den Sportplatzweg entlang. Ganz oben, an des Weges Scheide da stand ein Baum hinter der Bank.
Im Frühjahr lockte er mit Blüten die Bienen und die Blicke an, und alle, die sich drum bemühten, konnten dort träumen stundenlang.
Im Sommer spendete er Schatten dem Wanderer (zu Fuß, zu Rad), und auch die Liebespärchen hatten ein schönes Plätzchen, in der Tat.
Im Herbst spendierte er uns Äpfel von einer alten Sorte Art, und tat es regnen oder tröpfeln, stand er als Regenschirm parat.
Im Winter zeichneten die Äste ein Filigran vor’s weiße Feld. Nun sieht man nicht mal seine Reste, er war im Weg und wurd‘ gefällt
Den Kapitän kann das verdrießen, der Baum passte so gut in’s Bild. Muss man vom Tun des Täters schließen: Was ihm im Weg ist, wird gekillt?
PS: Von unserm Opa gab es Schläge, rissen wir sinnlos Äste ab. Es wäre gut, wenn es noch gäbe die gleiche Sitte heut‘ zu Tag.
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Karneval in Hümme Der Kapitän im Februar
Bald ist Karneval in Hümme, das ist ganz in meinem Sinne. Auf der Bühne, in der Bütt' machen die Aktiven mit.
Diese hatten ihr Vergnügen schon beim Üben, Üben, Üben. Der Vortragsabend ist – Ihr Lieben – Stress! Das Vergnügen lag beim Üben.
Das Narrenvolk sitzt drunt‘ im Saal, es amüsiert sich allemal. Hart wird es auf die Schipp‘ genommen, doch alle sind sehr gern gekommen.
Darunter kann man die erwischen, die nicht lachen, sondern krischen. Der Kapitän denkt sich dabei: Nur richtig lachen macht auch frei.
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Im Frühjahr Der Kapitän im April
Jetzt ist das Frühjahr zu erwarten, es lockt den Menschen in den Garten. Doch was er sät und pflanzt mit Müh‘ frißt oft das Wurm – und Läusevieh.
Du mußt den Nachbarn wirken lassen. Der sät und pflanzt in großen Massen, mehr, als er jemals brauchen kann, und das nimmst Du dann dankend an.
Auch seine Blumen sind sehr schön, die kannst Du vom Balkon aus seh’n. Darfst diesen Anblick froh genießen, mußt sie nicht pflegen und nicht gießen.
So hielt ich das jedoch nicht aus! Ich muß in meinen Garten raus! Und da das viele auch so seh’n, wird’s schön im Dorf. Der Kapitän.
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Dorfleben / Dorfläden Der Kapitän im Juni
Die Unkenrufe gab’s schon lange, mir wurde vor der Aussicht bange! Nun kommt, was so nicht kommen sollte, der Laden schließt im Hause Stolte, und ohne Lebensmittelladen geht jedes Dorf - auch uns’res - baden.
Da hilft uns jetzt kein Wehgeschrei, ganz viele trugen dazu bei. Zum Großeinkauf da fuhren sie zum Dorf hinaus, in die Prärie, und nur den Kleinkram holte man im Dorfladen, schnell nebenan.
Und denen ging die Puste aus, sie schließen jetzt das Kaufmannshaus, doch will man gut im Dorfe leben, muss es im Dorf auch Läden geben. Es müsste uns doch wohl gelingen, Ersatz in unser Dorf zu bringen!
Sich abzufinden wäre dumm. Schaut euch nach einer Lösung um! Im Dorf mit sechzehnhundert Seelen darf solch ein Laden doch nicht fehlen! Vierhundert Meter im Quadrat stehen zentral im Dorf parat.
Auch Zuschüsse von der EU kämen auf jenen Kaufmann zu, der sich im Dorfzentrum plaziert und auf das Vacuum pariert. Wir müssen in die Zukunft seh’n, dazu regt an der Kapitän.
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